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Archive for the ‘Termine’ Category

Open Aid Data Konferenz im September in Berlin

Transparenz und offene Daten für mehr Wirkung in der Entwicklungszusammenarbeit
Internationale Tagung mit Hackday und Schulungsangebot zu Datenanalyse und -quellen Transparenz ist eine wichtige Bedingung für wirksame Entwicklungszusammenarbeit. Vielfach besteht jedoch Unsicherheit, was Transparenz genau bedeutet. Auf dem High Level Forum in Accra 2008 wurde die International Aid Transparency Initiative (IATI) ins Leben gerufen, um einen internationalen Datenstandard zu schaffen und Daten öffentlich zugänglich zu machen.Damit ist in der Entwicklungszusammenarbeit ein wichtiger Schritt hin zu offenen Daten getan worden. Die “open data”- Initiative der Weltbank, der FAO und einiger bilateraler Geber bestätigen den Trend hin zu offenen Daten, der auch in anderen Sektoren beobachtet wird. So treibt beispielsweise die EU-Kommission die Nutzung offener Daten in den EU-Mitgliedsländern stark voran.

In der konkreten Arbeit staatlicher Geldgeber und Nichtregierungsorganisationen wird das Thema Transparenz ambivalent gesehen. Kosten, Risiken und der praktische Nutzen von mehr und offeneren Daten werden zum Teil kontrovers diskutiert. Die Open Aid Data Konferenz in Berlin möchte die Diskussion um offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit allgemein und um IATI im besonderen konstruktiv anregen.

Experten aus Wissenschaft und Praxis werden in die Themen Transparenz und offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit und in anderen Sektoren einführen. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Diskussion um die praktische Umsetzung von Transparenzmaßnahmen, ihre Kosten und Nutzen anhand konkreter Beispiele.

Unter anderem wird AidData ihre Arbeit zur Nutzung geographischer Daten für die Einwerbung von Geldern und für die Policy Analyse darstellen. AKVO aus den Niederlanden wird ihre Zusammenarbeit mit niederländischen NGOs und dem niederländischen Außenministerium präsentieren, um Projektinformationen zu visualisieren und um die Feedbackprozesse auf Projektebene zu fördern. ActionAid Nepal wird über konkrete Maßnahmen berichten, wie sich Transparenz und Rechenschaftslegung gegenüber den Empfänger von Entwicklungshilfe verbessern lassen.

Die Konferenz wird ergänzt durch eine Schulung in Datenanalyse und Datenquellen der britischen NGO aidinfo und durch einen Hackday – einen Workshop für Programmierer zur  Nutzung bereits bestehender Datenquellen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Mit:
Dr. Jörg Faust, Leiter Abteilung III Governance, Staatlichkeit, Sicherheit, Deutsches Institut für Entwicklungpolitik (DIE), Bonn, Deutschland
Ronald Siebes, Bureau of Aid Effectiveness, Dutch Ministry of Foreign Affairs, Den Haag, Niederlande
Dr. Sören Gigler, Senior Governance Specialist, World Bank Institute, Washington, USA* (angefragt)
Ramesh Adhikari, Manager, ActionAid Nepal, Kathmandu, Nepal
Anna Lauridsen, Project Officer, AidData, Brüssel, Belgien
Thomas Bjelkeman-Petterson Director, AKVO, Den Haag, Niederlande

Veranstalter: Eine Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung, OpenAid e.V., Open Knowledge Foundation Deutschland, Transparency International Deutschland

Veranstaltungsdatum: 29. September 2011

Programm und weitere Informationen/Anmeldung unter
http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=10058&returnurl=/index.html

via @OpenAidGermany

Create Camp Wien mit Schwerpunkten Open Data & Web Accessibility

Samstag, 8. Oktober 2011 10:00 bis Sonntag, 9. Oktober 2011 18:00
Ort: Museumsquartier, Raum D, Museumsplatz 1/5, 1070 Wien

Ein Raum, WLAN, ein kleines Buffet … und interessierte Menschen, die gemeinsam an einem Wochenende ein oder mehrere Projekte umsetzen. Das dabei viel passieren kann zeigen die Dokumentationen auf createcamp.at. Willkommen sind IdeengeberInnen, EntwicklerInnen, DesignerInnen, … eigentlich jede und jeder, die einfach ein wenig kreativ mit anderen arbeiten möchten. Projekte brauchen aber auch gute VerkäuferInnen, ProjektplanerInnen und PR. Schlussendlich sind auch BloggerInnen und TwitterantInnen, FotografInnen, VideofilmerInnen,… willkommen, die den kreativen Prozess des CreateCamps und die dortigen Projekte dokumentieren möchten.

Schwerpunkte des CreateCamp im Herbst werden Open Data und voraussichtlich Web Accessibility sein. Aber andere Ideen sind ebenfalls willkommen.

Die beiden Schwerpunkte sind gut miteinander zu verbinden. Das zeigen Beispiel wie ubahnaufzug.at oder die Augmented Reality Anwendung Toilet Map Vienna.

Also:

  • Du hast eine Projektidee, die man – zumindest in einem ersten Schritt – an einem Wochenende umsetzen kann. Dann komm vorbei.
  • Du möchtest gerne an einem Projekt – zumindest für einen Tag oder ein Wochenende – mitarbeiten. Dann komm vorbei.
  • Du möchtest einfach mal hineinschnuppern, wie so ein CreateCamp abläuft. Dann komm vorbei.

Um ein wenig besser planen zu können ist eine Anmeldung am Barcamp Wiki hilfreich:

CreateCamp am Barcamp Wiki (sollte der Link nicht funktionieren, bitte diesen verwenden)

Video-Doku vom letzten CreateCamp am 26./27.3. in Wien:

Wien präsentiert Open Data-Katalog (Aviso)

Im “Open Government-Match Wien gegen Linz” dürfte Wien nächste Woche in Führung gehen 🙂 – aus der Wiener Rathauskorrespondenz:

Dienstag 17.5.2011, 11:30 Uhr: Stadträtin Sandra Frauenberger präsentiert Open Data-Katalog der Stadt Wien. Details: http://www.wien.gv.at/rk/msg/2011/05/13016.html
Ich werde übrigens am Mediengespräch teilnehmen und über Twitter live davon berichten.

Weitere Termine im Mai:

  1. Donnerstag 26.05.2011: Erstes OGD-Plattformtreffen der Wiener Stadtverwaltung
    Ankündigung der Stadt Wien: Am 26.05.2011, 16:00 Uhr werden im Rahmen einer Open Government-Plattform (http://data.wien.gv.at Hinweis: Seite noch nicht online) ExpertInnen der Stadt Wien zum aktuellen Status der Open Government Initiative und zum weiteren Ausbau des OGD-Katalogs informieren. Sie stehen gerne für Fragen den interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
  2. 4. Offener OGD Stammtisch der OGD-Austria
    Der ‘Offene Open Government Data (OGD) Austria Stammtisch’ wird von der Initiative OGD Austria  (http://opendata.at) gemeinsam mit Partnern alle 2 Monate organisiert und ist eine Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre zum Thema Open (Government) Data zu informieren, auszutauschen sowie konkrete Themen und Projekte zu initiieren und / oder zu besprechen, Netzwerke zu Open Data in Österreich zu bilden u.v.m. Anmeldung und weitere Info unter grips.punkt.at/display/…

Zum Schluß noch eine Leseempfehlung für eine Studie, die ich vor kurzem entdeckt habe:
Open data, democracy and public sector reform A look at open government data use from data.gov.uk
(Based on an MSc Dissertation by Tim Davies, July 2010) Darin wird untersucht, wie und von wem die Daten von data.gov.uk tatsächlich verwendet worden sind – sicher auch im Hinblick auf Wien/Linz interessant. Diese Studie ist als Online-Version und PDF frei verfügbar unter http://practicalparticipation.co.uk/odi/report/

Abstract:
Governments are increasingly making their data available online in standard formats and under licenses that permit the free re-use of data. The justifications advanced for this include claims regarding the economic potential of open government data (OGD), the potential for OGD to promote transparency and accountability of government and the role of OGD in supporting the reform and reshaping of public services. This paper takes a pragmatic mixed-methods approach to exploring uses of data from the UK national open government data portal, data.gov.uk, and identifies how the emerging practices of OGD use are developing. It sets out five ‘processes’ of data use, and describes a series of embedded cases of education OGD use, and use of public-spending OGD. Drawing upon quantitative and qualitative data it presents an outline account of the motivations driving different individuals to engage with open government data, and it identifies a range of connections between open government data use of processes of civic change. It argues that a “data for developers” narrative that assumes OGD use will primarily be mediated by technology developers is misplaced, and that whilst innovation-based routes to OGD-driven public sector reform are evident, the relationship between OGD and democracy is less clear. As strategic research it highlights a number of emerging policy issues for developing OGD provision and use, and makes a contribution towards theoretical understandings of OGD use in practice.

Ö1 Radiokolleg – Neuraths Enkel

Der Radiosender Ö1 startet am 9. Mai ein Radiokolleg zu Otto Neurath – Soziale Philosophie, ISOTYPE & Visuelles Lernen. Gestaltet wird dieses von Hannes Groiss.

In der letzten Folge am Donnerstag 12. Mai um 9:30 Uhr diskutieren u.a. Carl-Markus Piswanger und ich, inwieweit Otto Neuraths Arbeiten sich auf Aspekte des Open Government auswirken (können).

Der österreichische Philosoph und Ökonom Otto Neurath verfasste zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Lesebuch für Volkswirtschaftslehre und war in der Münchner Räterepublik im Wirtschaftsressort tätig. Eine seiner radikalen Utopien war es, Tauschhandel an Stelle von Geldflüssen einzuführen. In den 1920er Jahren organsierte er mit Größen der österreichischen Architekturgeschichte, wie Margarete Schütte-Lihotzky und Adolf Loos, den Wiener Siedlungs- und Kleingartenverband, dessen Ziel es war, der vorherrschenden Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg entgegenzuwirken. Zur Visualisierung von komplexen, empirischen Fakten konzipierte Otto Neurath mit dem gesellschaftskritischen Künstler Gerd Arntz ISOTYPE, das „International System of Typographic Picture Education“, also ein System der Erziehung durch Bilder. Dieses ist bis heute formgebend für statistische Visualisierungen, aber auch für die Entwicklung von Leitsystemen auf Flughäfen,  Bahnhöfen oder in Spitälern. Als “Social Engineer” glaubte Neurath an die Planbarkeit des guten Lebens und als Mitglied des Wiener Kreises, einer Gruppe von Wissenschaftstheoretikern, strebte er nach einer Einheitswissenschaft und Universalsprache. Er starb 1945. Neurath ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild: Grundlagen des sozialen Wohnbaus, die systematisierte Bildsprache und ein einzigartiges Modell zur Öffnung der Wissenschaften lassen sich auf sein Schaffen zurückführen. Grafiker, Designer, Ökonomen, Philosophen aber auch Künstler und Internetaktivisten beziehen sich auf den Visionär.  Hans Groiss erzählt Biografisches über den Universalgelehrten und sucht nach Erben von Neurath’s Werk in der Gegenwart.

9. Mai – Teil 1: Wer ist Neurath?
Günther Sander
Wolfgang Maderthaner
Friedrich Stadler
Frank Hartmann

10. Mai – Teil 2: Siedlerbewegung und neue Formen des Museums
Wolfgang Maderthaner
Elisabeth Nemeth (Interview mit Nicole Dietrich)
Gerhard Halusa
Hadwig Kräutler

11. Mai – Teil 3: Isotype und visuelles Lernen
Peter Bettelheim
Chris Burke
Eric Kindle

12. Mai – Teil 4: Das Erbe
Wolfgang Maderthaner
Erwin K. Bauer
Carl-Marcus Piswander
Robert Harm

Quelle: http://oe1.orf.at/programm/274350

Für Ö1 Club Members wird es die Sendung als Podcast 7 Tage lange zum Nachhören geben. Eine Veröffentlichtung hier im Blog ist aus rechtlichen Gründen leider nicht erlaubt.

Präsentation der Umfrageergebnisse “Potentiale von Open Government für österreichische Nationalratsabgeordnete”

Das Netzwerk “open3.at – Netzwerk zur Förderung von OpenSociety, OpenGov und OpenData in Österreich” hat in Kooperation mit der Donau-Universität Krems im März 2011 eine Umfrage mit dem Titel “Potentiale von Open Government für österreichische Nationalratsabgeordnete” veranstaltet.

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag 28.4.2011 ab 10:00 Uhr im Innenhof des PALAIS EPSTEIN (neben Parlament), Dr.-Karl-Renner-Ring 1-3, 1010 Wien, präsentiert (Twitter-Hashtag: #open3).

Zur Pressekonferenz sind auch die TechnologiesprecherInnen der Parlamentsparteien eingeladen, um ein kurzes Statement zum Thema Open Government aus Ihrer Sicht einzubringen (bereits Zusagen).

Die Ergebnisse werden nach der Pressekonferenz auch auf http://www.open3.at/studie veröffentlicht.

Mag. (FH) Robert Harm
Mag. Dr. Peter Parycek, MSc
Mag. Carl-Markus Piswanger, MSc