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Open Data-Mashup zum kleinen Glücksspiel und Schulen

gluecksspiel-screenshot

Die Toilet Map Vienna war die erste Open Data-Anwendung der Stadt Wien im Mai 2011, welche die öffentlichen WCs mittels der Augmented-Reality-App Wikitude am Smartphone sichtbar macht. Auch wenn bei dieser App der umittelbare Nutzen von Open Data leicht erkennbar war, gab es in Folge auch oft Kritik von Seiten der Open Data-Community: die Datenbereitsteller würden vielfach lediglich “unkritische” Datensätze veröffentlichen, wie in etwa Standorte der Hundekotsackerlspender statt Budgetdaten (wobei sich letzteres durch die zunehmende Verfügbarkeit von Budgetdaten auf https://www.offenerhaushalt.at/ zumindest auf Gemeindeebene bereits wesentlich verbessert hat).

Meine Überzeugung ist, dass der große Nutzen von Open Data v.a. durch die Verschränkung von verschiedensten Datensätzen entsteht. Dadurch sind bpsw. auch Anwendungsfälle möglich, die ich unter “Open Data zur Überprüfung der Einhaltung von Gesetzen” zusammenfassen würde. Als konkretes Beispiel schwebte mir schon lange die Idee vor, die Standort des kleines Glücksspiels in Wien mit den Standorten der Schulen zu verschränken. Dadurch könnten Bürger selber prüfen, ob die 150m gesetzliche Pufferzone um Schulen auch eingehalten wurde.

Der Datensatz der Schulstandorte war bereits als Open Data verfügbar, die Standorte des kleinen Glücksspiels, welches seit 1.1.2015 nun auch gesetzlich in Wien verboten ist, jedoch nicht. Im Rahmen der Diskussion zum Verbot ja/nein gab es im Vorfeld auch Recherchen von dossier.at– dem Verein für Investigativen und für Datenjournalismus  – bei der alle Standorte der kleinen Glücksspielautomaten erhoben wurden. Der Datensatz der Standorte selber wurde von dossier.at auch als Open Data veröffentlicht, und zwar auf opendataportal.at, welches im Vergleich zu data.gv.at nicht Regierungs- oder Verwaltungsdaten bereitstellt, sondern eine zentrale Datenplattform für Daten aus Wirtschaft, Kultur, NGO/NPO, Forschung und Zivilgesellschaft bietet.

Der technischen Realisierung des Showcases zur Verwendung von “Open Data zur Überprüfung der Einhaltung von Gesetzen” stand somit nichts mehr im Weg – zumindest nachdem die GIS-Expertin Anita Graser (besser bekannt als @underdarkGIS auf Twitter) zugesagt hatte, bei der Erstellung der interaktiven Visualisierung mitzuhelfen – vielen Dank dafür!

Die Visualisierung selbst zeigt sowohl die Datensätze der Standorte von dossier.at als auch die offiziellen Schulstandorte der Stadt Wien. Zusätzlich wurden noch die Gebäudeumrisse der Schulen mit Quelle OpenStreetMap eingeblendet. Die 150m gesetzliche Pufferzone rund um Schulen wird als grüner Kreis dargestellt, die (ehemaligen) Standorte der Glücksspielautomaten als roter Punkt. Befindet sich ein roter Punkt innerhalb eines grünen Kreises, heißt dies noch nicht zwangsläufig, dass der Standort rechtswidrig gewesen wäre: lt. Gesetz sind die 150m Pufferzone als Gehweg zu betrachten und nicht – wie in der Visualisierung dargestellt – als Luftlinie. In diesem Sinne wäre die Visualisierung v.a. als ein möglicher Ausgangpunkt für weitere Recherchen oder Prüfungen vor Ort hilfreich gewesen (welche nun ja seit dem generellen Verbot seit 1.1.2015 nun nicht mehr notwendig sind).

Als Hintergrund der Karte wird übrigens die Basiskarte basemap.at verwendet, welche ebenfalls als Open Data verfügbar ist. basemap.at stellt die offizielle Verwaltungsgrundkarte Österreichs dar und entstand aus der Zusammenarbeit der neun Bundesländer Österreichs (geoland.at), dem Projekt GIP.at und den Städten: Wien, St. Pölten, Graz, Linz, Eisenstadt, Klagenfurt, Villach, Salzburg, Innsbruck, Bregenz.

Danke jedenfalls an alle Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit und der Bereitstellung der notwendigen Daten als Open Data!

Link zur interaktiven Visualisierung: https://www.open3.at/gluecksspiel-karte

Begutachtungsentwurf zum Informationsweiterverwendungsgesetz 2005

Gesetzentwurf
Ministerialentwurf betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen geändert wird (Informationsweiterverwendungsgesetz – IWG 2005)

Datum Stand des parlamentarischen Verfahrens
10.02.2015 Einlangen im Nationalrat
10.02.2015 Ende der Begutachtungsfrist 25.03.2015

Quelle: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/ME/ME_00090/index.shtml

/via @mergershark

Planet Open Data Austria News

Gerald Bauer hat ein kleines “Nachrichtenportal” mit allen Web Feeds zum Thema Open Data Austria erstellt, welches unter http://planetopendata.herokuapp.com/opendataaustria erreichbar ist. Sollten noch einige Feeds fehlen, werden diese auf Anfrage gerne hinzugefügt – der Code sowie die Daten selbst sind frei (public domain) und unter https://github.com/feedreader/planet-opendata erhältlich.

planet-ogd-austria

Video “Changing the Culture of Government”

Die Open Government Partnership hat ein neues Video veröffentlicht, welche u.a. die Herausforderungen von Open Government thematisiert:

Young Coders Festival – Mentoren gesucht

Save the Date! Die OKFN Austria veranstaltet das erste Open Data Coding Event für Jugendliche aus ganz Österreich:

Young Coders Festival
von 11. – 12. Oktober 2014 (Samstag – Sonntag)
im Schloss Laudon, 1140 Wien

Worum gehts? Das Young Coders Festival ist ein zweitägiges, kreatives Technik-Event für jugendliche Mädchen und Buben, die sich für Programmieren begeistern. Rund 60 TeilnehmerInnen im Alter von 14 bis 18 Jahren kommen aus ganz Österreich für ein Wochenende nach Wien, um mit Hilfe von Open Data eigenständige Softwareprojekte konzipieren und umsetzen. Erwachsene Software-EntwicklerInnen stehen ihnen als MentorInnen mit Rat und Tat zur Seite.

Als Vorbild dient die Veranstaltung Jugend hackt der Open Knowledge Foundation Deutschland. Im Jahr 2013 entwickelten 63 Jugendliche 15 Softwareprojekte mit Open Data. Aufgrund des Erfolges und der positiven Resonanz findet das Event dieses Jahr wieder statt, mit verdoppelter TeilnehmerInnenanzahl.
Hier gehts zur Videozusammenfassung (4 min) von Jugend hackt 2013.

youngcoders

Auch in Österreichs Jugend schlummern zahlreiche Programmiertalente. Ihr fachliches Potential ist genauso groß wie ihr Bedürfnis nach Förderung und Austausch unter Gleichgesinnten!

MentorInnen wanted: Für die 60 erwarteten Jugendliche brauchen wir rund zwölf MentorInnen, so dass jeweils ein Mentor oder eine Mentorin für eine Gruppe von etwa vier Jugendlichen betreut. Dabei suchen wir UniversitätsprofessorInnen genauso wie selbstständige Software EntwicklerInnen – so entstehen vielfältige Projekte, jeweils abgestimmt auf die Vorlieben und Fähigkeiten der unterschiedlichen TeilnehmerInnen.

Interesse? Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme! Nähere Infos für alle MentorInnen folgen in Kürze.

mail: youngcodersfestival [at] okfn.at
twitter: @youngcodersAT
facebook.com/youngcodersfestival

reposted from http://youngcoders.at/