Cooperation Open Government Data Österreich gegründet

Die Städte Wien, Linz, Salzburg und Graz und das Bundeskanzleramt koordinieren ihre OGD Aktivitäten und stimmen sich über die weitere Vorgehensweise mit den verschiedenen Interessensgruppen ab. Nur durch gemeinsame Standards werden die Daten der öffentlichen Verwaltungen innerhalb von Österreich und Europa austauschbar.

Das Dokument über die Einigung können sie hier nachlesen:

Gründung der Cooperation Open Government Data (OGD) Österreich
Das Bundeskanzleramt, die Städte Wien, Linz, Salzburg und Graz gründen gemeinsam die „Cooperation Open Government Data Österreich“ kurz Cooperation OGD Österreich. Bund, Länder, Städte und Gemeinden wollen in Kooperation mit den Communities, Wissenschaft, Kultur und der Wirtschaft die Basis für die Zukunft von Open Government Data in Österreich legen. Nur durch die Einigung auf gemeinsame Standards können effektive Rahmenbedingungen geschaffen werden, die zum Nutzen aller Interessensgruppen sind.

In dieser Cooperation werden die Interessen von Ministerien, Ländern, Städten und Gemeinden vertreten, also all jener Stakeholdern, die eine Open Government Data Plattform betreiben, planen oder erstellen oder sich daran beteiligen möchten. Das Bundeskanzleramt bildet die Verbindung zu KIG (Kompetenzzentrum Internetgesellschaft) und der Plattform digitales Österreich (BLSG).

Konstituierende Mitglieder der Cooperation OGD Österreich:

  •   Bundeskanzleramt (Roland Ledinger, Gregor Eibl)
  •   Stadt Wien (Dipl.-Ing. Johann Mittheisz, Ing. Brigitte Lutz)
  •   Stadt Linz (Gerald Kempinger, Stefan Pawel)
  •   Stadt Salzburg (Dr. Berthold Rauchenschwandtner, Mag. Roman Breitfuss)
  •   Stadt Graz (DI Friedrich Steinbrucker, Dipl.-Ing. Barbara Meyer)

Beratendes Mitglied der Cooperation OGD Österreich:

Folgende Eckpunkte für Open Government Data wurden in der ersten Sitzung am 13. Juli 2011 in Wien fixiert:

  1. 1. Die Daten der öffentlichen Verwaltung werden kostenlos unter einer Creative Commons Namensnennung Lizenz (CC BY 3.0 AT) zur Verfügung gestellt.
  2. 2. Die Open Government Data Plattformen unterliegen der URL Konvention „data.NAME.gv.at“.
  3. 3. Die Open Data Plattformen werden weitgehend mit Open Source Software erstellt, wobei CKAN die Metadatenbank bilden wird. Die Lösungen werden – möglichst als Gesamtpaket – den anderen öffentlichen Stellen zur Verfügung gestellt.
  4. 4. Der einheitliche Aufbau einer Metadatenstruktur für Open Data wird mit der OKFO Community kurzfristig in einer Arbeitsgruppe erarbeitet.
  5. 5. Bei den Datenspezifikationen sind die Punkte URI/URL Schema, Datenblätter, Formate, der Bereich Linked Data, sowie die (harmonisierten) Metadaten (Strukturen) zu klären.
  6. 6. Die Städte bzw. Anbieter öffentlicher Stellen mit einer eigenen Open Data Plattform können anderen Stellen der öffentlichen Verwaltung das Einstellen von Daten in deren Plattform anbieten, falls sich der Betrieb einer eigenen Plattform nicht rechnet.
  7. 7. Das BKA koordiniert die Erstellung eines BLSG Referenzdokumentes, in dem diese und weitere Vereinbarungen sowie Ausarbeitungen der Cooperation OGD Österreich dokumentiert sind.
  8. 8. Im Sinne der nationalen Sichtbarkeit und Transparenz als auch eines möglichen Single Point of Contact im Abgleich mit europäischen Metaportalen soll ein nationales OGD Portal als “Katalog” auf Basis CKAN und den zu erarbeiteten Standards der im Punkt 4. angeführten Arbeitsgruppe aufgebaut werden. Es ist nicht Ziel die Daten in diesem Portal zu halten. Das Bundeskanzleramt wird diese Aktivität übernehmen und die dafür notwendigen Umsetzungsschritte prüfen.

In den folgenden Monaten sollen rasch weitere Konkretisierungen zu den angeführten Punkten erfolgen. Nur so kann für die bestehenden Portale und für neue Portale eine zukunftsorientierte Planung ermöglicht werden.

Die Punkte 3., 4. und 5. werden bis Ende Juli 2011 von einer Arbeitsgruppe (Termin wird von der Stadt Wien und Stadt Linz koordiniert) erarbeitet und der Cooperation OGD Österreich vorgelegt.

reposted from http://opencommons.public1.linz.at/?p=465via
(Hyperlinks und Textformatierungen in fett wurden nachträglich hinzugefügt)

Publikums-Voting für OGD Wien beim eGov Wettwerb

Der Open Government Data Katalog der Stadt Wien wurde beim eGovernment-Wettbewerb in der Kategorie “Innovativstes eGovernment-Projekt” für den Publikumspreis 2011 nominiert.

Das Online-Voting ist bis 8. August unter folgender URL möglich: http://www.egovernment-wettbewerb.de/online-voting/online-voting.html

KDZ veröffentlicht Open Government Vorgehensmodell

In Zusammenarbeit mit der Stadt Wien hat das KDZ ein Vorgehensmodell für die Implementierung von Open-Government-Initiativen entwickelt. Es basiert auf dem 4-Phasen-Modell von Lee/Kwak 2011 und wurde für Verwaltungen in Österreich angepasst.

Insbesondere wird ein Modell für ein internes Datenmonitoring vorgestellt, mit dem geeignete Datenbestände identifiziert werden können.

Open Government ist eine umfassende Neugestaltung von Politik- und Verwaltungshandeln im Sinne eines modernen Public Managements. Im Vorgehensmodell ist Open Government Data die erste von vier Phasen und somit die Grundlage für Open Government.

Das Dokument behandelt in der Version 1.0  vor allem das Thema Open Government Data. Trotzdem bleibt der Bezugsrahmen zu Open Government stets gewahrt , da die Öffnung von Verwaltungsdaten ohne diesen Bezugsrahmen nicht zielführend ist. Das PDF-Dokument enthält das Vorgehensmodell, das Excel File kann für das interne Datenmonitoring verwendet werden.

Durch die Veröffentlichung soll eine breite Diskussion über die weitere Verfeinerung des Vorgehensmodells ermöglicht werden. Kommentare, Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge sind daher sehr willkommen!

Open Government Vorgehensmodell KDZ V1.0.pdf

Open Government Datenmonitoring KDZ V1.0.xls

Reposted from http://www.kdz.eu/de/open-government-vorgehensmodell

Multilaterale Initiative “Open Government Partnership” gestartet

US-Außenministerin Hillary Clinton und der brasilianische Außenminister Antonio Patriota gaben am 12. Juli den Start der “Open Government Partnership“-Initiative bekannt.

Diese multilaterale Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, offene und rechenschaftspflichtige Regierungen zu fördern sowie Bürger zu bevollmächtigen, gegen Korruption anzukämpfen, sie durch wirtschaftliche Impulse zu unterstützen oder beispielsweise ein innovationsfreundliches Klima zu fördern (siehe auch OGP-Roadmap).

Regierungsvertreter aus über 60 Länder und mehr als 40 NGOs diskutieren auf der 2-tägigen-Konferenz (Agenda) Best Practices, Tools, Technologien und Methodiken, welche zur Förderung von Open Government weltweit eingesetzt werden können.

Bis zum September 2011 soll von den 8 OGP Gründungsmitgliedern (Brasilien, Indonesien, Mexiko, Norwegen, Philippinen, Südafrika, Großbritannien, USA) eine “Open Government Declaration” sowie konkrete Aktionspläne für die Förderung der Open Government Prinzipien in den einzelnen Ländern ausgearbeitet werden. Auch die Aufnahme weiterer Mitgliedsländer ist geplant.

“Once a grassroots movement that emerged out of meetings between activists and geeks,” Open Society Foundation consultant David Sasaki writes in a blog post, “open government is now being adopted by some of the world’s biggest NGOs and transformed into a tool of diplomacy.”
via techpresident.com

Zusammen mit NGOs wurde zu Beginn der Konferenz das Dokument “Opening government – A guide to best practice in transparency, accountability and civic engagement across the public sector” veröffentlicht. In diesem wird der aktuelle Stand der Entwicklungen in den Bereichen Transparenz, Rechenschaftspflicht und Bürgerbeteiligung in 15 Gebieten wie z.B. Informationszugang, Budgetierung oder Serviceerbringung dargestellt.

Dieses Dokument soll nicht nur Regierungen, NGOs und den privaten Sektor dabei unterstützen, über konkrete OGP Aktionspläne zu informieren, sondern auch dazu anregen, neue Reformen, Fürsprecher und Kooperationen zu suchen, um die Entwicklung Richtung Open Government weltweit zu fördern.

Weiterführende Informationen zur “Open Government Partnership”-Initiative:

 

Großbritannien auf der OpenData-Überholspur

Premierminister David Cameron hatte Ende Juni angekündigt, neue “extrem signifikante” und “kontroversielle” Datensätze im Rahmen der britischen Open Government Initiative auf http://data.gov.uk zu veröffentlichten. Lt. McKinsey soll der Wert dieser Daten 250 Milliarden Euro pro Jahr betragen.

Dementsprechend groß war das Interesse an der heutigen Pressekonferenz, in der die Details bekanntgegeben wurden. David Cameron wandte sich mit einer Videobotschaft und einem Artikel in “The Telegraph” an die Öffentlichkeit:

http://www.youtube.com/watch?v=ky0O4mE9ark

Mit der neuen Transparenzoffensive sollen in den nächsten 12 Monaten umfangreiche Daten aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Justiz und Verkehr veröffentlicht werden, mit denen aus meiner Sicht Großbritannien die Vorreiterrolle im Bereich Open Government und Open Data von den USA übernehmen und auch europaweit neue Benchmarks setzen wird:

[…]

New transparency commitments

All data listed below, as with existing data commitments, must be published in an open standardised format so that it can be freely re-used under the Open Government Licence by third parties.

NHS (National Health Service)

  • Data on comparative clinical outcomes of GP practices in England to be published by December 2011,[…]
  • Prescribing data by GP practice to be published by December 2011, as per the Growth Review.
  • Complaints data by NHS hospital so that patients can see what issues have affected others and take better decisions about which hospital suits them. […]
  • Clinical audit data, detailing the performance of publicly funded clinical teams in treating key healthcare conditions, will be published from April 2012. […]
  • Data on staff satisfaction and engagement by NHS provider (for example by hospital and mental health trust) will be published from December 2011.
  • Data on the quality of post-graduate medical education by provider from April 2012.

Education & Skills

  • Data enabling parents to see how effective their school is at teaching high, average and low attaining pupils across a range of subjects, from January 2012.
  • Opening up access to anonymised data from the National Pupil Database to help parents and pupils to monitor the performance of their schools in depth, from June 2012. This will enable better comparisons of school performance and we will look to strengthen datasets in due course.
  • Bringing together for the first time school spending data, school performance data, pupil cohort data and Ofsted judgements, from January 2012, in a parent-friendly portal, searchable by postcode.
  • Data on attainment of students eligible for pupil premium to be published from January 2012.
  • Data on apprenticeships paid for by HM Government, by organisation and by success rate to be published from July 2011.

Criminal Justice

  • Sentencing data by court will be published by November 2011, enabling the public to see exactly what sentences are being handed down in their local courts, and compare different courts on a wide range of measures. The data, anonymised, will include the age, gender and ethnicity of those sentenced, the sentence given, and the time taken at each stage from offence to completion of the case in court.
  • Data on performance of probation services and prisons including re-offending rates by offender and institution. To be published from October 2011.
  • From May 2012, the national crime mapping website, Police.uk, will provide the public with information on what happens next for crime occurring on their streets, ie police action and justice outcomes.

Transport
In addition to opening up data owned by DfT and its arms length bodies, we are committed to working with the transport industry and data users to make public transport data open and freely available for re-use. Over the next year we will deliver:

  • Data on current and future roadworks on the Strategic Road Network to be published from October 2011 […]
  • All remaining Government-owned free datsets from Transport Direct, including cycle route data and the national car park database to be made available for free re-use from October 2011.
  • Real time data on the Strategic Road Network including incidents, speeds and congestion to be published from December 2011.
  • Office of Rail Regulator to increase the amount of data published relating to service performance and complaints by May 2012.
    Rail timetable information to be published weekly by National Rail from December 2011.

Government financial information

  • We are working with the purchase and payment card providers to provide a consistent method of reporting government procurement card spend data for transactions above £500 in value, so this is available for publication on departmental websites, from end September 2011.

[…]

Quelle: Letter to Cabinet Ministers by David Cameron (Hervorhebungen in fett und Kürzungen mit  […] von Robert Harm)

Die Reaktionen der britischen OpenData-Experten auf diese Ankündigungen waren durchwegs positiv, wie z.B. im Guardian Datablog nachzulesen ist.

Hadley Beeman (@hadleybeeman) hat live von der Pressekonferenz getweeted (Hashtag #openuk) – hier von mir ausgewählte Tweets zur Pressekonferenz:

(PM=Prime Minister, FM=Cabinet Minister Francis Maude, BK=Sir Bruce Keogh – NHS Medical Director)

  • The PM (via video) commits to radicallly redistributing power away from government. Transparency is power. #openuk
  • PM: Last 12 months: opening up Whitehall. Next 12 months: opening up public services. Compare perf of GPs, schools, crime/convictions #openuk
  • PM: opening public services should raise standards in public services. A 1st for the world. #openuk
  • Prime Minister: “Use it, exploit it, make it work for you.” #transparency # #openuk #opendata
  • FM: Clinical audits will be published, giving patients & clinicians more meaningful information on which to make decisions. #openuk
  • FM: schools: anonymised information on students eligible for pupil premiums. Allow you to monitor improvement for schools in depth #openuk
  • FM: the more transport operators open their data, the more use it will drive for their own services. Urge them to open more. #openuk
  • Nigel Shadbolt: Moral pressure helps. The utility of opening train data is in the interests of the train operating companies. #openuk
  • FM: Prisons: we will release performance info for prisons and probation programmes to reduce reoffending rates. #openuk
  • BK Our heart surgery is now measurably, demonstrably better than anywhere in Europe. I’ve seen the advantgs of transparency 1st hand #openuk
  • BK: Some, who offer poor services, will fall victim to this transparency. And so they should. #openuk
  • Nigel Shadbolt: we need to never turn the dial from the presumption of publ data by default. The web’s value is in unintended reuse. #openuk
  • Note: All new transparency commitments REQUIRE data to be released under the Open Government Licence. number10.gov.uk/n… #openuk #opendata
  • FM: Re: quality of data: we know it’s not perfect. Publish it, let it be scrutinised. #openuk
  • N Shadbolt: There’s now an edu piece to this, to help government re-use the data internally. Become consumers as @countculture says #openuk