Archive for the ‘Studien/Materialien’ Category

Masterarbeit “Potentiale von OGD im österreichischen Gesundheitswesen”

Daten der öffentlichen Verwaltung bilden eine wesentliche Basis für Aktivitäten in der Gesundheitsförderung und Prävention. Mit Open Government Data (OGD) konnte sich in den vergangenen Jahren ein Prinzip etablieren, welches die Freigabe von Verwaltungsdaten für die Öffentlichkeit fordert und fördert, um Transparenz gegenüber den BürgerInnen herzustellen und einen Mehrwert für die Gesellschaft dur ch eine Weiterverwendung dieser Daten zu schaffen. Das Ziel dieser Arbeit war eine Untersuchung möglicher Nutzenpotentiale von OGD im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Eine Analyse internationaler Umsetzungen hat ergeben, dass
in den USA und Großbritannien bereits konkrete Erfolge in diesem Anwendungsfeld erzielt werden konnten. Aufgrund der im Zuge dieser Arbeit durchgeführten ExpertInnen-interviews konnte festgestellt werden, dass auch in Österreich diesbezügliche Potentiale bestehen, insbesondere in der Gesundheitsbildung, der Gesundheitspolitik und der Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche sowie in der Forschung. Bewusstseinsbildung für den Nutzen von OGD unter den  Stakeholdern in diesem Bereich, die Schaffung entsprechender gesetzlicher und strategischer Grundlagen sowie ein politisch akkordiertes Vorgehen bei der Erhebung und Veröffentlichung von Daten zur Kinder- und Jugendgesundheit  konnten dabei als wesentliche Erfolgsfaktoren für eine Realisierung der Potentiale identifiziert werden.

Open Government: Was das ist und wie man dahin kommt.

Empfehlenswerte Präsentation mit aktuellen Beispielen von Anke Domscheit-Berg, eben auf Slideshare entdeckt:

The benefits of open data in public transport

Patrick hat mich auf eine Infografik der UITP – dem Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen – aufmerksam gemacht, welche die Vorteile von Open Data für den öffentlichen Verkehr sehr gut aufzeigt (für Vollbild bitte drauf klicken):

Over the last two months we have taken an in-depth look at how new technologies and open data are transforming how we think about public transport. We present here an overview of the benefits of open data for the public transport sector, its customers, the economy as a whole and how it all works.

Should you have questions on this topic, don’t hesitate to contact our experts: jarl.eliassen(at)uitp.org and johan.van.ieperen(at)uitp.org

Infographic_OpenData_20141004

Quelle: http://www.uitp.org/benefits-open-data /via @PatrickWolowicz

What is Open Data – An Animation

via @GIStrobl

Visualisierung der Hypo-Alpe-Adria-Banken-Staatshilfen

Die Journalistin und Moderatorin Corinna Milborn hat auf Twitter folgende Frage gestellt:

Die Antworten hierzu waren vielfältig und können hier nachgelesen werden.

Meine These dazu ist, dass BürgerInnen zwar sehr wohl an derartigen Themen interessiert sind, aber lieber über Themen wie z.B. die neugestaltete Mariahilfer-Straße diskutieren, weil diese für sie greifbarer sind als z.B. 13stellige Eurobeträge. Dies heißt aber nicht unbedingt, dass derartige Größenordnungen nicht auch verständlich vermittelt werden könnten – va. wenn die Rohdaten dazu als Open Data verfügbar wären, wie dies z.B. in Großbritannien mit Hilfe der Webseite http://wheredoesmymoneygo.org/ der Fall ist.

Eines der ersten open3-Projekte beschäftigte sich auch mit einer ähnlichen Problematik: die Visualisierung der Budgetkürzungen 2011-2014 bzw. des Gesamtbudgets 2011-2014. Bei diesem Projekt wurde eine sogenannte Treemap erstellt, um eine interaktive Visualisierung zu erstellen, welche bereits auf den ersten Blick einen Überblick über eine hochkomplexe Materie wie die des Budgets gibt, ohne dass zuvor Detailtabellen analysiert werden müssen:

sparpaket-treemap

Derartige Visualisierungen lassen sich umso einfacher erstellen, je mehr Rohdaten in maschinenlesbarer Form (=open data) dazu verfügbar sind.

Auch im Falle der Staatshilfen für die Hypo-Alpe-Adria ist dies, wie bei der vorangegangen Visualisierung, leider nur sehr begrenzt der Fall. Basierend auf einem Artikel im Wirtschaftsblatt und dem Bundesfinanzrahmen 2014-2017 auf der BMF-Webseite habe ich es aber trotzdem gewagt, eine Visualisierung zu erstellen, welche die Hypo-Alpe-Adria-Banken-Staatshilfen in Vergleich zu einzelnen Budgetbereichen des Bundes setzt:

Bundesfinanzrahmen-2014-2017_vs_Bankenstaatshilfen-bis-2017-klein

Größere Version der Grafik anzeigen (1480×960 Pixel)

Anmerkungen:

  • ich habe mich an die Bezeichnungen des Bundesfinanzrahmens gehalten und gewisse Bereiche für die Visualisierung ausgewählt. Werte mit hoher Abweichung vom Durchschnitt (wie zB Verfassungsgerichtshof +19649%) wurden nicht berücksichtigt, weil sonst die Visualisierung nicht mehr lesbar gewesen wäre.
  • das Gesamtbudget der ausgewählten Bereiche ergibt sich aus der Summe der Ausgaben 2014 bis 2017 auf Basis des Bundesfinanzrahmens
  • die visualisierten Kosten für die Hypo-Alpe-Adria-Banken-Staatshilfe basieren auf den worst-case-Berechnungen, welche im Wirtschaftsblatt veröffentlicht wurden
  • die Daten des Bundesfinanzrahmens wurden manuell von PDF in ein maschinenlesbares Format übertragen – alle Angaben sind daher ohne Gewähr!

Die Rohdaten der Visualisierung sind hier abrufbar und können gerne weiterverwendet werden.

Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass die Diskussion über Themen wie z.B. der Banken-Staatshilfe sachlicher und breiter geführt werden könnten, wenn eine bessere Verfügbarkeit von (maschinenlesbaren) Rohdaten gegeben wäre.

Unter https://wahlmonitor.at/ kann man sich jedenfalls im Hinblick auf die bevorstehenden Nationalratswahlen über die Positionen der antretenden Parteien zu Themen wie Open Data informieren. Auch auf der Webseite der Initiative http://www.transparenzgesetz.at/ sind Informationen darüber zu finden, welche politischen Weichenstellungen notwendig wären, um einen dauerhaften Zugriff auf derartige Rohdaten zu ermöglichen.

Update 11. Februar 2014:

Die Visualisierung ist leider schon wieder veraltet – laut orf.at soll die Kosten bis zu 19 Milliarden Euro betragen. Für eine seriöse Aktualisierung der Visualisierung fehlt leider detaillierteres Datenmaterial (Frage ist, ob die 19 Milliarden auch bis Ende 2017 fällig wären, dann wäre der Vergleich mit den Budgets der ausgewählten Ressorts noch passend).