Wiener Linien stellen Aufzuginfos in Echtzeit zur Verfügung
Im Dezember 2010 startet das Gemeinschafts-Projekt ubahnaufzug.at – 24 Stunden Mobilität durch Open Data. Ziel war es u.a. aufzuzeigen, dass Open Data kein rein technisches Thema ist, sondern richtig angewendet einen breiten gesellschaftlichen Nutzen bringen kann. Benutzer konnten dort Ausfälle von Aufzügen melden und auf einer Karte für alle sichtbar eintragen.
Die Wiener Linien haben sich dem Thema Aufzüge nun angenommen und eine eigene Seite fertiggestellt, auf der man sich über aktuelle Ausfälle und geplante Wartungsarbeiten aller Wiener Linien Aufzüge informieren kann:
Dadurch ersparen sich auf Aufzüge angewiesene Personen den Anruf im Callcenter (das nur zu gewissen Betriebszeiten erreichbar ist) und können ihre Route besser und einfacher planen.
Die Seite ist sehr übersichtlich aufgebaut und aus meiner Sicht eine wesentliche Bereicherung des Angebots der Wiener Linien (eine Version für blinde Personen ist auch in Vorbereitung). Einziger Wehmutstropfen: die Daten sind bis jetzt nur über den Aufruf der Webseite abrufbar. Eine maschinenlesbare Schnittstelle (zB JSON) und Einbindung auf data.wien.gv.at sind derzeit noch nicht vorhanden.
Dadurch würden sich beispielsweise Apps wie UpDownNYC für New York entwicklen lassen, mit denen die Informationen z.B. auch auf Smartphones via eigener Apps dargestellt werden können. Inwieweit es Pläne gibt, dies in einer späteren Version noch nachzuliefern, ist mir nicht bekannt – ich bin aber zuversichtlich, dass aufgrund des großes Engagements der Stadt Wien im Bereich Open Data und Open Government dies kein allzu großes Hindernis darstellen dürfte.
In Summe jedenfalls: ein tolles neues Angebot der Wiener Linien und ein Schritt in die richtige Richtung!
via Twitter / @rederer
Open Corporate Data – Geschäft mit dem Dornröschen-Rohstoff
Wer nach „Rohstoff“ googelt wird einen der wichtigsten Ressourcen des 21. Jahrhunderts nicht finden: Daten. Daten sind nicht knapp, sie liegen sogar häufig auf den Servern ihrer Besitzer. Aber es mit ihnen wie mit Dornröschen: Man muss ihre Potenziale entdecken und sie wach küssen.
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Open Corporate Data im engeren Sinne will mit den Daten der Unternehmen selbst arbeiten, um Potenziale daraus zu erschließen. Das klingt fremd, denn grundsätzlich gelten erst einmal alle Unternehmensdaten als sensibel. Facebook macht vor, wie es geht.
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Open Corporate Data steckt heute in den Kinderschuhen, und noch sind grundsätzliche Fragen wie Standards für die Datenlizensierung nicht abschließend geklärt. Auch über wünschenswerte und machbare Geschäftsmodelle lässt sich streiten, etwa über die Frage, ob ein Navigationsanbieter Daten an die Polizei verkaufen darf, damit diese ihre Radarfallen optimiert.
Man braucht aber kein Datengigant wie Google oder Facebook zu sein, um mit Open Data neue Wertschöpfungspotenziale zu heben. Unternehmen können mit drei simplen Fragen starten:
- 1. Welche Daten habe ich?
- 2. Welche davon können Dritten frei zugänglich gemacht werden?
- 3. Welche Ziele könnte ich damit erreichen: Optimieren, mein Image verbessern oder Innovation vorantreiben?
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via Twitter / @OGDAustria
Veranstaltung zu Open Government in Graz
Zeit: 5. März 2012 | 18.00 Uhr
Ort: Hotel Daniel | Gr. Terrassensaal (Europaplatz 1)Die Offenlegung von Verwaltungsdaten wird als Mittel zur Steigerung der Beteiligung in einem gemeinsamen Werterstellungsprozess von Politik, Verwaltung, BürgerInnen und Wirtschaft diskutiert. Die damit einhergehende Transparenz von Daten und Informationen steigert das Vertrauen aller an Verwaltungsprozessen Beteiligter, führt zu neuen Geschäftsmodellen und festigt mittel- bis langfristig die bestehenden demokratischen Institutionen.
Die Grundsätze von Open Government sind:
- Transparenz: stärkt das Pflichtbewusstsein und liefert den Bürgerinnen und Bürgern Informationen über das Handeln ihrer Regierung und ihrer Verwaltung. Die freie Verfügbarkeit von Daten ist eine wesentliche Grundlage für Transparenz.
- Partizipation: verstärkt die Effektivität von Regierung und Verwaltung und verbessert die Qualität ihrer Entscheidungen, indem das weit verstreute Wissen der Gesellschaft in die Entscheidungsfindung mit eingebunden wird.
- Kollaboration: bietet innovative Werkzeuge, Methoden und Systeme, um die Zusammenarbeit über alle Verwaltungsebenen hinweg und mit dem privaten Sektor zu forcieren.
Open Government Data (Offene Verwaltungsdaten)
Open Government Data sind jene nicht-personenbezogenen Datenbestände, die im Interesse der Allgemeinheit ohne jedwede Einschränkung zur freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden. Open Government Data wird das Potential für gesellschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt zugesprochen. Durch die Nutzbarmachung von nicht-personenbezogenen Informationen des öffentlichen Sektors wird die Entwicklung neuer Produkte und Dienste gefördert sowie das Wirtschaftswachstum in Österreich unterstützt. Überdies wird Open Government Data als adäquates Werkzeug gesehen, um die Transparenz des Verwaltungshandelns zu erhöhen, eine bessere Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und BürgerInnen zu ermöglichen und die Demokratie zu stärken.Einbeziehung der Stakeholder
Insbesondere die IT- und Kreativwirtschaft ist daher nun gefordert, dieses Potenzial durch Schaffung OGD-basierender Anwendungen zur Wirkung zu bringen. In einem gemeinsamen kontinuierlichen Innovationsprozess sollen wechselseitig sowohl aus bereitgestellten Verwaltungsdaten Anwendungsideen im Sinne der BürgerInnen und der Wirtschaft generiert, als auch aus Anwendungsideen OGD-Anforderungen abgeleitet werden. Wie im Bereich E-Government möchte die Stadt Graz auch im Open Government ihre führende Stellung hinsichtlich Kreativität und Umsetzungskraft beweisen.
Programm:18.00 Uhr
Begrüßung
GF Mag. Eberhard Schrempf, Creative Industries Styria
GF DI Friedrich Steinbrucker, ITG Informationstechnik Graz18.15 Uhr
“Open Government (Data)”
DI Barbara Meyer, ITG Informationstechnik Graz18.45 Uhr
Diskussion und Erfahrungsaustausch19.15 Uhr
stay together
Information und Anmeldung:
Creative Industries Styria
Waltraud Muhr
T. +43 (0)316 890 598
office[at]cis.at
via Twitter / @OGDAustria

