derstandard.at testet Liquid Democracy-Plattform
Wer einmal eine Zeitung mitgestalten möchte, kann dies demnächst im Rahmen eines DerStandard-Projekts unter http://derstandard.at/Mitreden versuchen. Zum Einsatz kommt dabei auch die kostenlose Beteiligungsplattform Adhocracy.de, die einen demokratischen, transparenten, offenen und zielgerichteten Dialog ermöglicht.
Ein Themenvorschlag lautet bspw. “Transparenz & Offenheit staatlicher Informationen als Voraussetzung direkter Demokratie“, der von interessierten Personen mit wenigen Mausklicks unterstützt werden kann. Will man diese Themenvorschlag nicht selber befürworten oder sich dagegen aussprechen, kann man seine Stimme an andere Benutzer delegieren. Diese Delegationsmöglichkeit stellt eine Kernkomponente des Liquid-Democracy-Konzepts dar.
Jedenfalls ein spannendes Projekt, das hoffentlich dazu beiträgt, dass das Liquid Democracy-Konzept auch in anderen Bereichen vermehrt zum Einsatz kommt.
Die demokratische Schwerpunktausgabe
Die ersten Leser-Ideen zur Direkten Demokratie sind eingelangt – Bestimmen auch Sie mit!
Fragen zur Demokratie in der Schule, zum Transparenzgesetz oder zur Mitbestimmung bei der Vorratsdatenspeicherung: Das sind einige der Themen, die STANDARD-Leser und derStandard.at-User gerne in der Schwerpunktausgabe “Direkte Demokratie” am 19. Jänner lesen wollen. Einen Monat lang haben Sie noch Zeit, “Ihre” Wunschthemen auf http://derstandard.adhocracy.de einzubringen, die wir für Sie recherchieren sollen.
Der Grund, warum wir dieses Projekt gestartet haben, ist simpel: Wir legen Wert darauf, mit unseren Lesern und Usern in Kontakt zu sein, Ihr Feedback zu bekommen und Ihre Ideen zu hören. Die “Zeitung für Leser” ist kein leeres Wort, sondern soll auch gelebtes Prinzip sein.
Warum nicht einfach nur posten?
User “Wolfgang Ullram” fragte gestern nach, warum wir uns entschlossen haben, dieses Experiment gemeinsam mit der Plattform adhocracy durchzuführen. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Erstens: Nicht jeder Leser des STANDARD ist auch registrierter User von derStandard.at. Wir wollten aber möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, mitzuentscheiden, und haben uns deshlab für ein zweistufiges Prinzip entschieden.
Zweitens: Wie User “ameno” gestern richtig vermutet hat, ist das ein Versuch, um herauszufinden wieviel Interesse bei den Lesern besteht, sich in unsere Medien mit ihren Ideen einzubringen. Sollten wir uns entscheiden solche Projekte auch nach der Schwerpunktausgabe weiterzuführen, werden wir auch über andere technische Lösungen nachdenken. Momentan, wie auch User “/* No Comment */” postet, ist die Plattform ausgeklügelt genug.
Drittens: Der unabhängige Verein Liquid Democracy beziehungsweise die Plattform adhocracy sind angesehene und kompetente Partner, die schon viele Erfahrungen mit Mitbestimmungsprojekten von Vereinen, Medien und Parteien gesammelt haben.
Einen guten Überblick über das Prinzip Liquid Democracy gibt etwa folgendes Video. (az, derStandard.at, 12.12.2012)
Info
Am 20. Jänner stimmt Österreich in einer Volksbefragung über die Zukunft der Wehrpflicht ab. Aus diesem Anlass erscheint am 19. Jänner eine STANDARD-Schwerpunktausgabe zum Thema Direkte Demokratie, die sich Fragen der Bürgermitbestimmung widmet. Wir wollen aber nicht über Mitbestimmung schreiben, ohne sie auch zu leben: Wie die Schwerpunktausgabe aussieht, entscheiden die Leserinnen und Leser des STANDARD und die Userinnen und User von derStandard.at erstmals selber mit.
Sie haben eine Idee für einen Artikel zum Thema Demokratie und Mitbestimmung, den sie immer schon im STANDARD lesen wollten?
Jetzt haben Sie die Möglichkeit, der Redaktion Ihre Themenvorschläge direkt zukommen zu lassen und für die Vorschläge anderer zu voten. Dabei arbeitet der STANDARD mit adhocracy.de zusammen, einer Liquid Democracy-Plattform, auf der verteilte, offene Gruppen kooperativ Vorschläge erarbeiten und abstimmen können.
HIER KÖNNEN SIE IHRE VORSCHLÄGE EINBRINGEN: Auf derStandard.adhocracy.de oder per Email an mitreden@derstandard.at
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IX. OGD-Plattform-Treffen der Stadt Wien
Am 6. Dezember 2012 findet die IX. OGD-Plattform statt. Pünktlich zum Nikolo werden die neuen Inhalte praesentiert, die mit der OGD-Release am 14. Dezember 2012 freigegeben werden.
Die IX. OGD-Plattform findet in den ADV-Saelen (1., Rathausstrasse 1, Erdgeschoss) von 16 bis 18 Uhr statt.
Um Anmeldung wird gebeten unter: open@post.wien.gv.atMehr als 50. Apps auf OGD Wien
Unser Dank gilt allen Entwicklerinnen und Entwicklern, die auf Basis der OGD-Daten Anwendungen erstellt haben. “Wien Punktgenau” war die 50. Anwendung, mittlerweile koennen ueber 50 Apps abgerufen werden und es werden stetig mehr:
http://data.wien.gv.at/neuigkeiten/wege/fuenfzig-ogd.html
Internationaler Open Data Dialog am 5./6.Dezember in Berlin
Auch die Wirtschaft entdeckt nun das Zukunftsthema Open Data für sich.
Die durch die öffentliche Verwaltung bereitgestellten Datenbestände wachsen stetig. Zunehmend profitieren Unternehmen von diesen offene Daten und werden sogar selbst zu Datenbereitstellern. Die zu erwartenden Potentiale bei Open Data liegen in neuen Mehrwertdiensten, in Infrastrukturen und Werkzeugen für die Bereitstellung und Aufbereitung von Open Data, in der Verknüpfung mit geschlossenen kommerziellen und privaten Daten als auch in neuen Transparenz-Angeboten der freien Wirtschaft.
Welche Chancen das Thema Open Data eröffnet, diskutieren am 5. und 6. Dezember international renommierte Vertreter aus Unternehmen, der Wissenschaft und Verwaltung bei Fraunhofer FOKUS in Berlin. Sprechen werden unter anderem Nigel Shadboldt, Open Data Institute; Rufus Pollock, OKF; Felix Sasaki, W3C; Christian Jacob, Vattenfall Europe Netzservice GmbH und zahlreiche weitere Open-Data-Experten aus dem In- und Ausland, die aktuelle Projekte vorstellen sowie Entwicklungs- und Nutzungsstrategien erläutern.
Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Zivilgesellschaft sowie der Verwaltung. Für Journalisten und Vertreter der Verwaltung sind spezielle Anmeldungen möglich.
Hashtag auf Twitter: #odd12
Weitere Informationen zum „1st International Open Data Dialog“ unter: http://s.fhg.de/odd12

Die demokratische Schwerpunktausgabe
Am 6. Dezember 2012