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Gesucht: Konzepte für Smart City Apps

Am XII. OGD-Plattformtreffen wurde u.a. auch bekanntgegeben, auch die Stadt Wien am EU-Projekt SeamlessCities teilnimmt. Interessierte Entwicklerinnen und Entwickler können sich ab sofort für das App Developer Camp in Nürnberg bewerben – das erfolgversprechensten Konzept wird mit einem Auftrag zur Umsetzung in der Höhe von EUR 20.000 prämiert.

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Entwickelst du Apps? Möchtest du eine Smart City App entwickeln?
Hast du Lust neue Features zur Aufwertung deiner Apps kennenzulernen?

Deine Antwort auf diese Fragen ist JA? Dann bewirb dich jetzt für das SeamlessCities App Entwickler Camp in Nürnberg!

Das App Camp ist deine Chance, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen und deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Die zwei vielversprechendsten Konzepte werden mit Aufträgen zur Umsetzung des Konzepts im Wert von je EUR 20.000 prämiert.

Entscheide dich für eine von zwei Kategorien, beide mit dem Ziel unsere europäischen Partnerstädte – Nürnberg und Wien – smarter zu machen:

  • Erlebnis Nürnberg – Shopping und mehr!
  • Erkunde Wien – Smart, barrierefrei und grün!

In Workshops lernst du, wie du nahtlose Lokalisierungstechnologien und Erdbeobachtungsdaten in Apps integrieren kannst. Kenntnisse über die Integration dieser Daten sind aber keine Voraussetzung für die Teilnahme am App Camp. Außerdem bekommst du Zugang zu Entwicklungsinfrastrukturen und Testumgebungen.

16 Entwickler werden von 7.-10. Februar 2014 nach Nürnberg eingeladen.
Alles was du mitbringen musst ist dein Laptop und die Motivation zu gewinnen.
Die Kosten für Anreise und Unterbringung mit Vollpension, Transferfahrten und Rahmenprogramm – übernehmen wir.

Bewirb dich jetzt! Eine Bewerbung ist alleine oder zu zweit als Team möglich. Die Registrierung läuft von 26. September bis 17. November 2013 unter www.seamlesscities.app-camp.eu.

NGO für Informationsfreiheit in Österreich gegründet

tg_logoAm 28. September, dem „Right to Know“-Day, wird aus der österreichischen Transparenzinitiative offiziell eine NGO, die sich als Watchdog für Informationsfreiheit sieht.

Seit fast einem Jahr wird in Österreich bereits über Transparenz diskutiert, unter anderem dank der Initiative transparenzgesetz.at. Doch die Zeit gilt für die Aktivisten als „verlorene Zeit“, denn in dem Jahr kam es zu keinem Gesetz, das Bürgern ein umfassendes Recht auf Information und Einsicht in die Akten der Verwaltung ermöglicht. Es gibt keine Veröffentlichungspflicht für Behörden und es gibt keinen Informationsbeauftragten (Chief Information Officer). Genau dies fordert die Initiative transparenzgesetz.at rund um Josef Barth aber, zuletzt bei einem offiziellen Pressegespräch in Wien.

Vollständigen Artikel auf futurezone.at anzeigen

Wann startet Statistik Austria mit OpenData?

Gastbeitrag von Thomas Turcis mit Infos zu seiner Anfrage bei der Statistik Austria zu deren Open Data-Plänen:

statistik

Österreich ist in Sachen OpenData ganz vorne mit dabei. Aber warum machen die Statistikbehörden dabei nicht mit?

Viele Bundesländer, einige Städte und Gemeinden haben bereits ein eigenes OpenData-Portal oder stellen ihre Daten auf data.gv.at bereit. Der größte Datenhalter, die Statistik Austria, nimmt derzeit nicht daran teil. Warum ist das so?

Vor einem Jahr hat der Generaldirektor von Statistik Austria, Konrad Pesendorfer, in einem Interview erklärt, dass „wir [daran] arbeiten, ein ausgewähltes Set von Datensätzen zu erstellen, das dann allen Anforderungen von Open Data vollständig genügen und der Community zur Verfügung stehen wird. Es ist auch geplant, dieses Angebot regelmäßig zu erweitern. Ebenso wird sichergestellt sein, dass sich die Datensätze – es wird sich wohl überwiegend um Zeitreihen handeln – automatisiert aktualisieren.“

Bisher ist nichts geschehen. Statistik Austria hat weder ein eigenes OpenData-Portal noch steuert es irgendwelche Datensätze auf data.gv.at bei. Letzten Monat habe ich daher bei der Bundesanstalt Statistik Österreich nachgefragt wie weit der Stand der Umsetzung ist. Eine ausführliche Antwort habe ich bekommen. Gleich vorweg: Alles wird gut (hoffentlich).

Statistik Austria habe in der Vergangenheit bereits überprüft, ob sie Daten auf data.gv.at besteuern könne. Allerdings waren ihre vorhandenen Datenfiles nicht maschinenlesbar und (was ein größeres Problem darstellte) ihr bisher genutztes Lizenzmodell nicht Creative Commons-kompatibel. Somit wurde entschieden sich nicht auf der OpenData Plattform zu beteiligen.

Es tut sich allerdings etwas unter der Haube: „In der Folge und nach internen Diskussionen wurde entschieden, eine eigene OpenData Web-Plattform zur Verfügung stellen, die ausgewählte Datensätze von Statistik Austria beinhalten wird. Diese werden dann als CSV-Files als maschinenlesbare Daten zur Verfügung stehen und auch explizit der CC Lizenz entsprechen.“ und „Im Herbst erfolgt dann neben der technischen Umsetzung auch die interne Diskussion über  die inhaltliche  Befüllung (welche Datensätze).  Somit denke ich, dass wir (bei allen Unwägbarkeiten) im ersten Quartal 2014  mit einer Inbetriebnahme dieser Plattform rechnen können.“

Die gute Nachricht: OpenData wird kommen.

Es wird allerdings eine eigene Plattform geben, die vor einem Jahr noch abgelehnt wurde. Und eine CC-Lizenz scheint nun doch möglich zu sein.

reposted from http://thomas.tursics.de/2013/09/wann_startet_statistik_austria_mit_opendata/

Up Down Vienna – Aufzugsstörungs-App für Wien

“Gut Ding braucht Weile”

Vor mehr als 3 Jahren wurde am BarCamp Vienna 2010 darüber diskutiert, ob nicht auch Wien eine App wie UpDownNYC in New York (nicht mehr online) brauchen könnte. Diese sollte die Störungen der öffentlichen Aufzüge anzeigen, damit auf Aufzüge angewiesene Personen ihre Routen durch Wien besser planen können.

Um aufzuzeigen, dass diese Daten als Open Data bereitgestellt hier einen wesentlichen Mehrwert bieten könnten, habe ich das Projekt “ubahnaufzug.at – 24 Stunden Mobilität durch Open Data” (Archiv-Ansicht anzeigen) gestartet, an dem von folgenden Personen mitgearbeitet haben:

Ergebnis war eine Webplattform basierend auf http://markaspot.de/, auf der Bürger defekte Aufzüge melden konnten. Nachfolgend das Video, welches wir in diesem Zusammenhang produzierten:

Nach mehr als 3 Jahren ist es nun soweit, dass diese Daten direkt von den Wiener Linien als Open Data zur Verfügung gestellt werden.

Sindre Wimberger und Nico Grienauer haben nun – gemeinsam mit BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben – die WebApp Up Down Vienna erstellt, welche seit kurzem unter http://www.updownvienna.com/ verfügbar ist.

Ziel der App ist es, eine ortsunabhängige Information über Aufzugsstörungen bzw. Wartungen der Wiener Linien zu bekommen. Besonders Augenmerk wurde bei der Umsetzung auf die mobile Darstellung, einfache Bedienung, die leichte Erfassbarkeit der Inhalte sowie Hilfestellungen durch Icons gelegt. Für mobilitätseingeschränkte Menschen sind diese Informationen besonders im Vorfeld einer Fahrt notwendig, um diese planen zu können.

Vorteile der webbasierenden Anwendung sind, dass diese unabhängig vom Betriebssystem genutzt werden kann, ohne diese installieren zu müssen.

Video zur App:

Screenshot:

updownvienna-iphone

Somit kann das Projekt ubahnaufzug.at nun offiziell als abgeschlossen betrachtet werden

(@Projektteam: die Abschlußfeier sollten wir allerdings doch noch nachholen ;-) )

Visualisierung der Hypo-Alpe-Adria-Banken-Staatshilfen

Die Journalistin und Moderatorin Corinna Milborn hat auf Twitter folgende Frage gestellt:

Die Antworten hierzu waren vielfältig und können hier nachgelesen werden.

Meine These dazu ist, dass BürgerInnen zwar sehr wohl an derartigen Themen interessiert sind, aber lieber über Themen wie z.B. die neugestaltete Mariahilfer-Straße diskutieren, weil diese für sie greifbarer sind als z.B. 13stellige Eurobeträge. Dies heißt aber nicht unbedingt, dass derartige Größenordnungen nicht auch verständlich vermittelt werden könnten – va. wenn die Rohdaten dazu als Open Data verfügbar wären, wie dies z.B. in Großbritannien mit Hilfe der Webseite http://wheredoesmymoneygo.org/ der Fall ist.

Eines der ersten open3-Projekte beschäftigte sich auch mit einer ähnlichen Problematik: die Visualisierung der Budgetkürzungen 2011-2014 bzw. des Gesamtbudgets 2011-2014. Bei diesem Projekt wurde eine sogenannte Treemap erstellt, um eine interaktive Visualisierung zu erstellen, welche bereits auf den ersten Blick einen Überblick über eine hochkomplexe Materie wie die des Budgets gibt, ohne dass zuvor Detailtabellen analysiert werden müssen:

sparpaket-treemap

Derartige Visualisierungen lassen sich umso einfacher erstellen, je mehr Rohdaten in maschinenlesbarer Form (=open data) dazu verfügbar sind.

Auch im Falle der Staatshilfen für die Hypo-Alpe-Adria ist dies, wie bei der vorangegangen Visualisierung, leider nur sehr begrenzt der Fall. Basierend auf einem Artikel im Wirtschaftsblatt und dem Bundesfinanzrahmen 2014-2017 auf der BMF-Webseite habe ich es aber trotzdem gewagt, eine Visualisierung zu erstellen, welche die Hypo-Alpe-Adria-Banken-Staatshilfen in Vergleich zu einzelnen Budgetbereichen des Bundes setzt:

Bundesfinanzrahmen-2014-2017_vs_Bankenstaatshilfen-bis-2017-klein

Größere Version der Grafik anzeigen (1480×960 Pixel)

Anmerkungen:

  • ich habe mich an die Bezeichnungen des Bundesfinanzrahmens gehalten und gewisse Bereiche für die Visualisierung ausgewählt. Werte mit hoher Abweichung vom Durchschnitt (wie zB Verfassungsgerichtshof +19649%) wurden nicht berücksichtigt, weil sonst die Visualisierung nicht mehr lesbar gewesen wäre.
  • das Gesamtbudget der ausgewählten Bereiche ergibt sich aus der Summe der Ausgaben 2014 bis 2017 auf Basis des Bundesfinanzrahmens
  • die visualisierten Kosten für die Hypo-Alpe-Adria-Banken-Staatshilfe basieren auf den worst-case-Berechnungen, welche im Wirtschaftsblatt veröffentlicht wurden
  • die Daten des Bundesfinanzrahmens wurden manuell von PDF in ein maschinenlesbares Format übertragen – alle Angaben sind daher ohne Gewähr!

Die Rohdaten der Visualisierung sind hier abrufbar und können gerne weiterverwendet werden.

Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass die Diskussion über Themen wie z.B. der Banken-Staatshilfe sachlicher und breiter geführt werden könnten, wenn eine bessere Verfügbarkeit von (maschinenlesbaren) Rohdaten gegeben wäre.

Unter https://wahlmonitor.at/ kann man sich jedenfalls im Hinblick auf die bevorstehenden Nationalratswahlen über die Positionen der antretenden Parteien zu Themen wie Open Data informieren. Auch auf der Webseite der Initiative http://www.transparenzgesetz.at/ sind Informationen darüber zu finden, welche politischen Weichenstellungen notwendig wären, um einen dauerhaften Zugriff auf derartige Rohdaten zu ermöglichen.

Update 11. Februar 2014:

Die Visualisierung ist leider schon wieder veraltet – laut orf.at soll die Kosten bis zu 19 Milliarden Euro betragen. Für eine seriöse Aktualisierung der Visualisierung fehlt leider detaillierteres Datenmaterial (Frage ist, ob die 19 Milliarden auch bis Ende 2017 fällig wären, dann wäre der Vergleich mit den Budgets der ausgewählten Ressorts noch passend).

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